Das Spiel ist ein wichtiges Medium. Wie wir aus der Entwicklungspsychologie wissen, ist das Spiel zentrales Ausdrucks-, Lern- und Verarbeitungsmedium für Kinder bis ins Jugendalter hinein. Dieses kreative, ganzheitliche und von hoher Motivation begleitete Medium kann für therapeutische Prozesse als Ergänzung zur (kognitiven) Verhaltenstherapie gezielt genutzt werden.
Im therapeutischen Kontext bestimmen die Kinder das Spielthema und die Auswahl des Spielmaterials aus dem Spielzimmer selbst. Das Spiel orientiert sich so in der Regel am aktuellen Entwicklungsstand des Kindes und an seinen aktuellen Problemen. Durch das Geleitete individuelle Spiel wird ein positiver Regelkreislauf ausgelöst. Spielen als Ausdruck innerer Vorgänge kann auch im Therapeutischen Prozess entscheidende Impulse geben und eröffnet viele Interventionsmöglichkeiten.
Je nach Alter und Entwicklungsstand kann die Therapie aus kreativem Spielen oder aus Gesprächen bestehen. Auch eine Kombination verschiedener Methoden kann der richtige, individuell abgestimmte Weg sein. Neben Handpuppen, Stofftieren, Tischspielen, Sandspiel, Bausteinen, Lego, Playmobilfiguren, Kicker, Darts…gehören auch Bastelzubehör und spezifische störungsbezogene Therapiematerialien dazu.
